Supermärkte arbeiten mit zahlreichen Tricks, um die Kaufentscheidungen der Verbraucher und Verbraucherinnen zu manipulieren, so dass diese mehr Produkte als benötigtkaufen:
- Große Einkaufswagen laden dazu ein, viel zu kaufen.
- Die Regalgänge sind wie ein Labyrinth angeordnet, damit man sich in den Gängen verliert und länger im Supermarkt bleibt.
- Die Temperatur wird so gewählt, dass auch ein längerer Aufenthalt angenehm ist.
- Die Beschallung mit Musik soll entspannend wirken oder Festlaune (z.B. Weihnachten)verbreiten.
- Angenehme Gerüche, z.B. nach frisch aufgebackenem Brot, machen Appetit und regen zum Kauf an.
- Produkte werden gezielt ausgeleuchtet, um die Ware ins „rechte Licht“ zu setzen. Rotes Licht lässt Fleisch appetitlicher, kaltweißes Licht Fisch frischer aussehen.
- Die Obst- und Gemüseabteilung im Eingangsbereich erzeugt eine Atmosphäre von Frische und Gesundheit.
- Produkte des täglichen Bedarfs sind so auf die Gänge verteilt, dass sie weit voneinander entfernt sind und man dazu gezwungen wird, durch das gesamte Labyrinth zugehen.
- Markenprodukte sind in den Regalen meist auf Augen- bzw. Armhöhe platziert. DieHersteller bezahlen dafür oft zusätzliche Gebühren.
- Günstigere Produkte sind in der Regel in Bodennähe oder ganz oben in den Regalen zufinden, wo sie nicht sofort gesehen werden und man sich zudem bücken oder streckenmuss.
- Der kürzeste Weg durch den Laden wird durch Körbe mit (Aktions-)Waren versperrt, an denen man vorbei muss. Diese laden dazu ein, die Produkte im Vorbeigehen mitzunehmen.
- Der klassische Trick mit dem Mengenrabatt (z.B. „Nimm 3, zahl 2“) verleitet dazu, voneinem Produkt eine größere Menge als benötigt zu kaufen.
- Plakate von Aktionsangeboten werden so gestaltet, dass der Eindruck eines besonders günstigen Schnäppchens, das nur für kurze Zeit angeboten wird, entsteht.
- An den Kassen, wo sich oft Warteschlangen bilden, ziehen kleine Mitnahmeartikel und Süßigkeiten die Blicke, speziell auch von Kindern, auf sich und wecken Begierden.